Interessante Begrüssung hier auf dem Caldon Canal, also eigentlich auf dem Caldon Arm des Trent & Mersey Canal. Kein Hallo oder Morning, nein Y'alright.
Weit sind wir am ersten Tag nicht gekommen. Dies ist wirklich ein Narrow Canal und noch kurvig dazu. Die Brückendurchfahrten sind etwa die gleiche Herausforderung wie die Locks.
Auch am zweiten Tag schleichen wir etwas um die Kurven, die als zusätzliche Herausforderung noch vor oder nachher eine Brücke haben.
Bevor wir unser Ziel Leek erreichen, gibt es noch ein Dessert zu Schluss. Leektunnel (ca. 118 m lang) anschliessend wenden und rückwärts um eine Kurve zum letzten verbleibenden Mooringplatz fahren. Eine echte Herausforderung, dank Bugstrahler einigermassen machbar, wenn auch nicht ohne Hilfe von allen Seiten.
Leider oder zum Glück ist das Ende dieses Kanalarms ziemlich weit von der Stadt entfernt (ca. 30'). Leider, weil Einkaufen, Besichtigen, Coiffeurbesuch und Auswärtsessen viel Zeit benötigt und der Weg durch das Industriequartier alles andere als angenehm ist. Zum Glück, weil es hier am Kanal wunderschön grün und ruhig ist.
Leek ist eine alte Marktstadt, im 19. Jahrhundert wurde sie bekannt dank Seide und Stickereien. Wir entdecken eine interessante Kirche - All Saints' Church. Das Mittelschiff ist irgendwie breiter als üblich, der Empfang herzlich und gespickt mit viel Informationen durch den Sigrist, seiner Frau und dem Priester, der in Bern Minnegesang studiert hat. Auch der in der Nähe liegende Friedhof ist speziell. Er befindet sich an der höchsten Stelle von Leek, die Aussicht ist grandios und er ist riesig. Die Innenstadt ist nicht sehr gross, hat aber einige schöne Häuser zu bieten.
Abstriche gibt es aber doch. Als Fussgänger ist diese Stadt lebensgefährlich. Es gibt weder Fussgängerstreifen noch -ampeln aber viele Autos und Lastwagen. Jede Strassenüberquerung ist ein kleines Abenteuer.
Von unserem Mooringplatz gibt es (fast ohne Autos) wunderschöne Wanderungen durch Wälder und Hügel.
Morgen verlassen wir diesen Platz. Beim Planen haben wir uns einmal den Weg und vor allem den Tunnel zum nächsten Nebenarm des Caldon - Froghall - etwas näher angeschaut und entschieden, dass wir doch mit den Kratzern im oberen Teil des Bootes noch etwas warten wollen.




