2027 - ein neues Abenteuer wartet
2026 – eine Rundreise in den Norden
Schon sind wir wieder zu Hause, unsere zweite Narrowboat Saison ist zu Ende und wir können im ‚ … weisst du noch, …‘ schwelgen. Dabei wird sicher das Leck im Calorifier, das viele Weed (Wasserpflanzen) in Manchester, der Sheepday in Skipton, die Eisenbahnbrücke in Keadby und der Tidal Trent aufpoppen. Das Wetter war uns wieder einmal hold. Wir hatten viel Sonnenschein, wenig Regen und über eine längere Zeit sehr, sehr heiss. So schön es für uns war, so hat es leider auch eine negative Seite. Schon das zweite Jahr in Folge mussten Kanäle geschlossen werden, weil das Wasser fehlte. Wir hatten so weit Glück, dass es uns nicht betraf.
Dreizehn Wasserwege haben wir in diesem Jahr an 73 Tagen befahren, einige davon ganz. Die Strecke war ca. 606 km lang, davon befuhren wir ca. 490 km das erste Mal. Als erstes besuchten wir den Teil vom Caldon Canal, den wir letztes Jahr ausgelassen haben. Im Frühling durch den Wald nach Froghall zu fahren war märchenhaft. Darauf folgten der Macclesfield und der Peak Forrest Canal. Auch diese beiden sind wunderschön und abwechslungsreich. Der Ashton Canal ist nur kurz aber mit seinen vielen grossen Locks eine Herausforderung. Ebenfalls ganz abgeschlossen haben wir den Stainforth & Keadby Canal und den Nottingham & Beeston Canal. Ob wir den River Trent jemals ganz befahren können, das wage ich noch zu bezweifeln. Es fehlt uns noch das Stück vom Trent Falls zum Keadby Lock und das ist ein Unterfangen für sich. Mit 240 Schleusen, haben wir dieses Jahr etwas weniger arbeiten müssen. Dies vor allem auch, weil die Schleusen von Leeds bis Nottingham mit dem Schlüssel bedient werden. Ausruhen konnten wir uns aber deswegen gar nicht. Der Leeds & Liverpool Canal hat die Anzahl der Lift- und Swingbridges auf 68 erhöht und die sind oft anstrengender als Locks. Auch sechs Tunnel haben wir dieses Jahr angetroffen. Der längste davon ist der Harecastle Tunnel.
Nun setzen wir die Zähler wieder zurück, warten auf den Schnee und die ersten Anzeichen des Frühlings.
2025 - Unser erstes Jahr an Bord
Jahrelang haben wir die Personen in unserer Umgebung gelangweilt mit immer mehr Geschichten von unseren Narrowboatreisen und unserem Traum vom eigenen Boot. Wir waren richtig kribblig vor Vorfreude. Und nun haben wir doch schon eine Saison hinter uns und das Beste daran? Wir freuen uns schon riesig auf den nächsten Sommer, wenn es endlich wieder los geht.
In Erinnerung bleibt uns sicher die Bootstaufe, die Electrika und das schöne Wetter. Während diesen fünf Monaten sind wir an 87 Tagen unterwegs gewesen von einer Mooring zur anderen. Wir sind auf 17 verschiedenen Kanälen oder Flüssen unterwegs gewesen. Komplett abgefahren haben wir den River Avon (also den Teil, der befahrbar ist), den Stratford-upon-Avon-Canal und den Staffordshire & Worcestershire Canal. Bei allen anderen fehlt noch das eine oder andere Stück. Siebzehn Mal sind wir durch einen Tunnel gefahren. Der längste davon war der Netherton Tunnel, der uns direkt in das Gebiet um Birmingham brachte. Gosty Hill Tunnel, er gehört zu der engen Sorte und ist der einzige mit Wandgemälde. Erwähnenswert ist auch noch der Shrewley Tunnel, dreimal haben wir diesen passiert und sind jedes Mal klitschnass auf der anderen Seite angelangt.. Fitnessprogramm lieferten die 396 Schleusen, einige davon sehr, sehr schmal und andere bequem breit aber anstrengend. Zu diesem Fitnessprogramm gehörten auch die 9 Swing-/Liftbridges.
Und nun setzen wir die Zähler zurück, verziehen uns in den Winterschlaf und träumen von den nächsten Ausfahrten.
Nr. 58 Thistledown
Das Layout ist umgekehrt mit einem Salon am Heck, dann folgt eine Kombüse, ein Bad und das Schlafzimmer im Bug. Für Wärme auf dem Boot sorgt ein Dieselofen und eine Zentralheizung, hilfreich ist auch die Doppelverglasung. In der Kombüse findet man mittig die Wein Bodenschränke. Nicht fehlen dürfen das Induktionskochfeld, der Kühlschrank und die Waschmaschine.
Woher kommt der Name
Die direkte Übersetzung 'Distelfeld' ist nicht spektakulär und ist auch nicht der Grund zur Namenswahl.
In einer Romanserie von Greg Bear (EON) erscheint ein Asteroid in der Erdumlaufbahn, der in seiner Länge von 300 km 7 Kammern umfasst. Neben Wälder, Wiesen und Flüssen gibt es in dieser Zeitkapsel aus der Zukunft auch eine Stadt, die Thistledown heisst. Da uns das Boot auf den Kanälen auch in die Vergangenheit führt, ist das ein ganz passender Name.
Da der Name für uns Ausspracheschwierigkeiten bietet, vor allem das unsägliche Th, haben wir uns die phonetische Schreibweise auf das Boot malen lassen - vielleicht hilft es:
/θ/ – stimmloser „th“-Laut wie in „think“
/ɪ/ – kurzes „i“ wie in „bit“
/s/ – stimmloses „s“
/əl/ – reduzierte Silbe, klingt wie „uhl“
/daʊn/ – wie das englische Wort „down“ (/daʊn/)