Thistledown

Für alles gibt es ein erstes Mal!

Am Freitag, morgens um halb 6 Uhr ist es dann so weit. Die Eisenbahnbrücke gleitet seitwärts und wir können endlich weiter Richtung Schleuse.

Schon bald öffnen sich die Tore und wir sind das erste Mal unterwegs auf einem Gezeiten Fluss.

So schnell sind wir noch nie unterwegs gewesen. Die Flut trägt uns Richtung Süden, eine richtige Autobahn. Gelegentlich sieht man in der Ferne einen Kirchenspitz, eine alte Mühle oder andere Wahrzeichen unserer Zivilisation.

Nach 5 1/2 Stunden erreichen wir Torksey. Die Geschwindigkeit hat merklich abgenommen. 

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Die Schleuse in Torksey würde uns nach Lincoln und Boston bringen. Das sparen wir uns für ein anderes Mal. Thistledown ist bereit für die Weiterfahrt sobald die Flut einsetzt.

Um 10 Uhr geht es weiter, mit einem letzten Blick zurück auf die Ruine von Torksey geht die Fahrt weiter, einiges weniger schnell als gestern.

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Fischer beobachten mit ihren ausladenden Einrichtungen ist ganz spannend. Auf dem breiten Fluss kommen wir aber besser an einander vorbei als auf den Kanälen.

Ob es an der anhaltenden Trockenheit liegt oder immer so ist - wir haben das Gefühl irgendwo in Südeuropa zu landen.

Nach weiteren 5 Stunden ist das Ende des 'Tidal Trent' erreicht. Cromwell Lock bringt uns hoch auf den 'normalen Trent'. Der Fluss wird uns aber noch einige Zeit begleiten (oder wir ihn).

Ein spannendes Erlebnis mit vielen schönen Eindrücken!

Rückblickend haben wir uns vielleicht zu viele Sorgen gemacht und uns zu akribisch auf diese zwei Tage vorbereitet. Dass es aber nicht ganz ohne ist, hat an diesem Tag dieser Bootsfahrer erlebt, der mit seinem Boot einen Brückenpfeiler rammte. Er ist zum Glück unverletzt, was man von seinem Geschirr nicht sagen kann.

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