Mit dem Boot in eine Tunnel eintauchen ist immer wieder speziell. Auf unseren zwei letzten Fahrten haben wir zwei ganz unterschiedliche Tunnel erlebt. Speziell für alle Bauwerke gilt, dass sie alle (ok, bis auf das Wheel) im 18. und 19. Jhd. gebaut wurden.
Zuerst haben wir uns an den Gosty Hill Tunnel gewagt. Er gehört zu der superengen Sorte. In Betrieb wurde er 1881 genommen. Wer ihn damals benutzen wollte, muss sich 'leggend' vorwärtsbewegen. Dabei legte sich die Crew auf ein Brett und bewegte das Boot mit den Füssen vorwärts. Das müssen wir heute zum Glück nicht mehr, aber dank unserem Elektroantrieb ist die Fahrt ruhig. Er ist nur 509 m lang, braucht aber eine Menge Konzentration. Geradeaus fahren in einem Tunnel ist immer ein Kampf mit der Wasserverdrängung.
Heute nun haben wir den um einiges längere Netherton Tunnel gefahren. 1858 wurde er eröffnet, parallel zum engen Dudley Tunnel und verbindet die Stourbridge & Dudley Canals mit dem BCN (Brimingham Canal Navigations) Netzwerk. Dieser Tunnel ist komfortabel breit, er hat sogar auf beiden Seiten einen Treidelpfad. Wir brauchen aber für die 2768 m gut 45 Minuten. Man könnte sogar kreuzen, was wir zum Glück nur mit einem Radfahrer müssen.








